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Der Jahresanfang – Zeit zum Innehalten?

Darf ich vorstellen? Das ist Janus, der römische Gott mit den zwei Gesichtern, nachdem auch unser Monat Januar benannt wurde. Er blickt einerseits zurück ins alte Jahr, aber auch direkt nach vorne, in das neu Bevorstehende!

Schon die alten Römer hielten im Januar inne, um genau dies zu tun: Rückwärts das alte Jahr zu reflektieren um es vorwärts (noch) besser zu leben. Nun ist unser kalendarischer Jahresbeginn ein ziemlich willkürlich gewählter Zeitpunkt, der sich nicht immer an unser eigenes Leben und unsere Projekte anpasst. Grundsätzlich ist der richtige Zeitpunkt zur inneren Einkehr dann, wenn du das Bedürfnis dazu hast, Fragestellungen neu aufkommen, sich in dem ein oder anderen Lebensbereich Unzufriedenheit breit macht – Unzufriedenheit die sich oft noch gar nicht so genau benennen lässt. Es „knirscht“ und da ist der Wunsch nach neuer Ausrichtung, auch wenn sich  „das Neue“ noch nicht so klar zu erkennen geben will.

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Was es zur Selbsterkenntnis braucht: Erdnüsse, Hammer und einen Mexikaner

Gestern sass ich in der U-Bahn. Der Nebensitz war übersäht mit leeren Erdnuss-Schalen, ein paar nackte Erdnuss-Kerne dazwischen. Am Boden noch mehr davon. Gegenüber saß eine sehr alte Frau. Ein Mann betritt den Wagon, möchte sich auf den Erdnuss-Platz setzen, sieht die „Unordnung“ und fängt furchtbar zu schimpfen an. Dass das ja eine Frechheit sei, niemand nimmt mehr Rücksicht auf irgendwas, jeder lässt seinen Dreck überall liegen, dass die Jugendlichen ihr Zeug nicht wegräumen können, niemand hat mehr Anstand. Die alte Frau lächelt milde und meint „Ach schimpfens doch net so, das waren bestimmt Kinder, die meinen das doch nicht bös, die sind halt noch ein biserl verträumt und manchmal gedankenlos. Das lernen die schon noch.“ Read more

Warum ich so gerne Bewerbungen mit anderen schreibe – und warum es keine „hoffnungslosen“ Fälle gibt

Kennst Du das?

Einfach mal was ausprobieren und dabei feststellen – es ist genau Dein Ding?

So kam ich zum Bewerbertraining und generell zum Jobcoaching – mit allem was dazu gehört. Ich beschloss 2013 wieder irgendwo ehrenamtlich mit anpacken zu wollen, was „Sinnvolles“ tun,  nicht immer nur Geld zu spenden, sondern auch wieder ein bisschen Zeit.  Schnell landete ich bei der Aktion „Jobbrücke“ der Diakonie in Ludwigsburg. Jobbrücke (früherer Name Patenmodell) gibt es deutschlandweit in vielen Städten und hat das Ziel, Langzeitarbeitslosen zu einer neue beruflichen Perspektive zu verhelfen. Für diese Aufgabe wurden Menschen gesucht, die idealerweise sowohl wirtschaftlichen Background als auch Coaching-ausbildung und -erfahrung vorweisen konnten. „Formal“ erfüllte ich die Voraussetzungen also, und nach einem tollen Gespräch mit dem dortigen Leiter übernahm ich den ersten Jobsucher. Read more

Meine Sommerliebe – Carlos Ruiz Zafón

Ist es wirklich schon weit über 10 Jahre her, als Carlos Zafóns „Der Schatten des Windes“ deutschsprachig erschien und weltweit in 30 Sprachen übersetzt ein Bestseller wurde?

In den nächsten Jahren erschienen dann „Das Spiel des Engels“ und „Der Gefangene des Himmels“. Alle drei Bücher sind dicke Schmöker die in sich abgeschlossen sind, die Zafón jedoch allesamt im Barcelona des letzten Jahrhunderts spielen lässt und die sich als Schauplatz um einen Friedhof der vergessenen Bücher drehen. Die Sprache ist wunderschön, die Bilder magisch, die Geschichten verzaubernd, spannend, mystisch. Ich habe diese Bücher geliebt. Read more

Halloween Edition: Entspannen mit der Axt…

Brutal brunette bearded man in warm hat with a hatchet in the woods on a background of trees

Ich bin mal wieder beim Thema „Runterkommen“.

Wie viel Schöner und Leichter alles sein kann, wenn man sich „mal locker macht“ hab ich Euch hier  in meinem allerersten blog-Beitrag erzählt.

Heute geht es mir um bewusstes Nichtstun. Das soll gut sein, v.a. in stressigen Phasen. Kennst du stressige Phasen? Hey, ich schon. Ganz ehrlich und nur unter uns: Ich mag das. Dabei fühle mich lebendig. Wenn „was geboten“ ist. Man ganz viele Bälle gleichzeitig in der Luft hält. Und es schafft. YES!  Mit der „mal Nichtstun“-Variante konnte ich lange wenig anfangen. Read more

Anni goes Africa – vom Traum zur Tat

Anni ist cool. Klar. Selbstbewusst. Weiß genau was sie will. So mein erster Eindruck beim Kennenlernen.

„Mein Job nervt mich, ich will doch als Entwicklungshelferin nach Afrika, das will ich schon seit ich 12 bin. Und jetzt versauere ich in einem Sachbearbeiter Job. Ich langweile mich jeden Tag.“

Völlig klar. Bis sie nachschob: „Aber das Problem ist, ich weiß einfach überhaupt nicht was ich eigentlich will.“ Das fand ich lustig, sie hatte es doch eben sehr deutlich formuliert? Dieses Gespräch wiederholte sich in unserer ersten Coaching-Sitzung. Ich wies sie mal vorsichtig  darauf hin. Read more

I love my job – Interview mit Roxana Domi, Friseurmeisterin

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Was haben der Schriftsteller Hermann Hesse und die Friseurmeisterin Roxana Domi, Inhaberin des wunderschönen Salons „Ikone“ aus München gemeinsam?

Beide wussten schon mit 12 Jahren genau, was sie später einmal werden wollten. Während Hesses Eltern ihn für seinen Wunsch Schriftsteller zu werden in eine Psychiatrische Heilanstalt steckten, die ihm diese Flausen auszutreiben sollte, er viele Jahre kämpfte, Lehrstellen in „vernünftigen“ Berufen antrat und auch gleich wieder hinschmiss, ging Roxana unaufgeregt und zielstrebig ihren Weg. Und wenn die heute 37 jährige stolz in ihrem eigenen Salon steht und mir erzählt, das war schon immer ihr Traum und sie möchte niemals etwas anders tun, dann wird in mir natürlich alles hellhörig, selbst wenn ich grad mit klatschnassen Haaren auf einem Friseurstuhl sitze…. Read more

I love my job – Interview mit Janina Pernsot – selbstständig

janina

Janina Pernsot, selbständig

Angeblich vergessen Menschen Fakten, die sie während eines Vortrags gehört haben, sehr schnell. Oder merken Sie sich gar nicht erst. Woran sie sich aber oft noch jahrelang erinnern: Wie sie sich bei Deinem Vortrag gefühlt haben.

Janina ist eine der wenigen Menschen, bei denen ich  mich an Beides erinnern kann. Zum einen die Begeisterung, die während eines Vortrages von ihr bei mir ankam, Begeisterung für das Thema Selbstständigkeit. Und – ganz besonders – für die ihrige. Ich kann mich aber auch noch an einige Fakten erinnern. Zum Beispiel, das es nach den Deutschen nur noch ein Volk gebe, das gründungs-fauler und risikoaverser wie wir Deutschen sind. Die Japaner. Das hat mich lange beschäftigt.

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