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Biblio-was? Vom richtigen Buch zur richtigen Zeit

In meinem Blog gibt es eine neue Kategorie: Bibliotherapie. Die Idee vom richtigen Buch zur richtigen Zeit ergänzt inzwischen klassische Therapieformen wie die Gestalt- oder die Musiktherapie.

Erich Kästner veröffentliche bereits 1936 seine „Lyrische Hausapotheke“, die genau dasselbe zum Ziel hatte: Ein tröstendes Wort, ein guter Gedanke um Geist und Seele wieder einzurenken, Poesie statt Pillen, literarische Arzneimittelchen, abwechselnd süß und bitter, wie z.B. nachfolgender Text (eher bitter…)

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Dreamday 2016 – Rückblick

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„Ihr müsst die Übungen schon gescheit machen! Sie funktionieren nämlich!“ ermahnte einen Teilnehmerin der ersten Stunde die Dreamday-Neulinge. Und strahlte mich an „Ich hab bei meinem Wunsch-Jahr 2016 ein bisschen dick aufgetragen. Aber wenns doch funktioniert…?“

Acht Leute waren wir dieses Jahr, die am Sonntag, den 3.1.16 am Walchensee zusammen gekommen waren, um ihr Jahr 2015 positiv und rund abzuschließen, die Erfolge und schönen Momente des alten Jahres nochmal aufleben zu lassen, und sich Nachmittags der Frage zu stellen „Wohin?“ „Was soll 2016 wichtig sein?“ „Was will ich erreichen?“ Read more

Zuckerbergs Millarden

Was für eine Meldung. Familie Chan-Zuckerberg spendet in den nächsten Jahren 45 Mrd. USD. Das entspricht 99% ihres Vermögens. Anlass für diese Aktion: Die Geburt ihrer ersten Tochter. Während diejenigen, die sonst am aggressivsten „Umverteilung“  fordern, mit einem abfälligen „der hats ja“ reagieren und ätzen „die restlichen 450 Mio. werden wohl zum Leben reichen“, wittern die anderen einen Marketing-Trick (für was eigentlich?) oder ein simples Steuersparmodell.  Auch Anlass für viel Häme – er spendet ja gar nicht sofort, sondern über die nächste Jahre verteilt. HA! Gilt nicht! Der Tagesspiegel weiß daraufhin zu berichten: „Zuckerbergs Spende löst Kritik aus“. Die Kreativität mancher Menschen,  jede gute Meldung ins Negative zu ziehen, ist grenzenlos und in gewisser Weise faszinierend. Warum tun die das? Warum setzen sich „Good-News-Channel“ einfach nicht durch? Read more

Jetzt entspann Dich mal…

…sagte meine Online-Fee. Vermutlich bereute sie bereits, den Auftrag übernommen zu haben, meine Website ins Leben zu bringen.

Ich wollte mich gerade noch mehr aufregen, warum VERSTEHT sie nicht, dass mich das alles kolossal  überfordert?? Theme auswählen, was soll das sein? Im Bundle kaufen? Häh? Kann ich die Farben ändern und ich will aber einen extra Kasten rechts. Und was für Kategorien nehmen wir eigentlich? Können wir hinterher nochmal alles ändern??

In dem Moment schob sich mir ein Bild vor die mentale Linse. Jemand der GENAU diesen Satz, mit genau diesem  leicht genervten Unterton vor 5 Jahren schon mal an mich richtete. Er saß auf einem Pferd. Ich auch. Das war Teil des Problems.

Kolumbien 2010. Die Landschaften im Süden des Landes – Unesco Weltkulturerbe – Tierradentro, indianische Grabstätten. Wir hatten diese schon 2 Tage lang zu Fuß besichtigt und „langsam wars auch gut mit Grabstätten angucken.“ Als der Vorschlag „Reitausflug“ kam – warum nicht. Ich kann eigentlich nicht reiten, das fiel mir aber erst später ein. Mein Freund auch nicht. Der Rest der Gruppe auch nicht. Unser ober-cooler Reiseleiter, Typ Tauchlehrer und Südländer, sah darin kein Problem. Auch nicht darin, dass die Pferde Anfänger nicht so richtig gewohnt waren. Ständig ging irgendeins durch. Ja MIT jemandem auf seinem Rücken. Steigbügel die sich ineinander verhakten, wenn wieder ein Pferd am andern vorbei preschte. Der Gipfel? Wir hatten alle keine Helme auf (ich hoffe Mama liest diesen Artikel nie), es gab gar keine! Ich hatte wirklich Angst und schimpfte nach guter deutscher Tradition in einer Tour vor mich hin:  Wie lange noch, es ist schon spät, ich reite AUF GAR KEINEN FALL nach Einbruch der Dunkelheit, die Wege sind jetzt schon so eng, das ist ja alles lebensgefährlich. Ohne Helm!

Irgendwann drehte sich der coole Tauchlehrer (warum war er eigentlich nicht auf den Malediven geblieben??) auf seinem hohen Roß herum: „jetzt ENTSPANN dich mal! Guck mal wie du auf dem Pferd sitzt! Bleib locker, lehn dich leicht zurück, stell dir vor du sitzt im Sessel UND GENIESSE DIE LANDSCHAFT. Dir wird nichts passieren. Alles ist gut!“ Der hat Nerven. Hellseher auch noch. Ich erwog meine Möglichkeiten. Absteigen und die bislang 2 gerittenen Stunden zurücklaufen? Die Sonderaustattung „Orientierungssinn“ war bei mir nicht eingebaut – noch nie. Den Reiseveranstalter verklagen? Auf jeden Fall, aber erst musste ich lebend zurück kommen. Es war ein tiefes, inneres Resignieren. Ich hatte die Situation nicht im Griff. Aber ich konnte nichts ändern. Ich ließ mich ein wenig tiefer in den Sattel sinken. Lehnte mich leicht zurück. Atmete tief durch. Und blickte zum ersten Mal offenen Auges in die Landschaft. WOW. Flash. Grün, überall. Völlig einsam. Zitronen- und Orangenbäume. Schluchten. Wasserfälle. Konnte das real sein? Das kurz zuvor ins Kino gekommene Land Pandora aus dem Film Avatar kam mir in den Sinn. Es war eine der schönsten Nachmittage der gesamten Reise.

Und wir waren auch nicht vor Einbruch der Dunkelheit zurück. Der Heimritt durch die seelenblaue Nacht unter einem vollkommenen Vollmond hindurch war einfach nur – mystisch.

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Das mit der Website konnte ich dann irgendwann auch entspannter sehen. Und nun ist sie da und wird weiter wachsen. Mit genau diesem Ziel:

Lehn Dich zurück, lass locker. Hol Dir schöne Dinge in Dein Leben und genieße sie! Inspiration dazu findest Du hier künftig in regelmäßigen Abständen.

Danke fürs Vorbeischauen –

Katharina