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Warum ich so gerne Bewerbungen mit anderen schreibe – und warum es keine „hoffnungslosen“ Fälle gibt

Kennst Du das?

Einfach mal was ausprobieren und dabei feststellen – es ist genau Dein Ding?

So kam ich zum Bewerbertraining und generell zum Jobcoaching – mit allem was dazu gehört. Ich beschloss 2013 wieder irgendwo ehrenamtlich mit anpacken zu wollen, was „Sinnvolles“ tun,  nicht immer nur Geld zu spenden, sondern auch wieder ein bisschen Zeit.  Schnell landete ich bei der Aktion „Jobbrücke“ der Diakonie in Ludwigsburg. Jobbrücke (früherer Name Patenmodell) gibt es deutschlandweit in vielen Städten und hat das Ziel, Langzeitarbeitslosen zu einer neue beruflichen Perspektive zu verhelfen. Für diese Aufgabe wurden Menschen gesucht, die idealerweise sowohl wirtschaftlichen Background als auch Coaching-ausbildung und -erfahrung vorweisen konnten. „Formal“ erfüllte ich die Voraussetzungen also, und nach einem tollen Gespräch mit dem dortigen Leiter übernahm ich den ersten Jobsucher.

Ich hatte einen Heiden-Respekt. Kann ich das? Menschen die oft wegen Depression oder anderer Krankheiten jahrelang aus dem Job draußen sind? Die von vielen als „hoffnungslos“ abgestempelt werden. Die sich – noch schlimmer – selbst so sehen?

Auf der anderen Seite hatte ich da aber all die „Theorien“ im Kopf – weg vom Defizite bekämpfen und dem Glauben „sich ändern zu müssen“, hin zu den Stärken. Erstmal entdecken, was alles da ist, bevor – wenn überhaupt – die Frage erlaubt ist, ob was fehlt. Sich nicht gleich entmutigen lassen, sondern weitersuchen, die Taktik vielleicht  ein bisschen neu anpassen. Bislang wusste ich das „nur“ aus meiner eigenen Berufserfahrung, dass sich Klarheit über sich selbst, dranbleiben auch nach Absagen und vor allem authentisch sein lohnen. Aber hatte ich vielleicht doch „einfach nur einfach Glück“ gehabt, auf meinem bisherigen Lebensweg? Kann man da wirklich systematisch rangehen, an den idealen Job und die Berufung?

Ich war völlig geflasht, welche Quantensprünge Menschen machen, wenn man sie – oft nur wenige Stunden – in ihren Stärken bestärkt, diese im Lebenslauf ausgräbt und den Scheinwerfer weg schwenkt von den oft sehr stark empfundenen Defiziten („aber ich bin doch über 50“) hin zu ‚was kann ich‘, ‚was will ich‘.  Aber auch hin zu ihren Werten und dem idealen Umfeld. Und ich durfte feststellen: Bewerbertraining im klassischen Sinne nimmt zeitlich meist den geringsten Teil ein. Sobald die Puzzleteile einmal am richtigen Platz liegen (vor allem im Kopf und im inneren Bild, das man so mit sich rum trägt) ist es die kleinste Aufgabe, dies im Anschreiben darzulegen oder das in seinem Lebenslauf hervorzuheben, für das man auch eingestellt werden möchte.

Am schönsten finde ich es, wenn die Jobsucher aufhören, das Vorstellungsgespräch als „Testsituation“, bei der man durchfallen kann zu sehen, sondern als Date auf Augenhöhe. Wo man „einfach“ nur guckt, ob man zusammenpasst. Und wenn nicht – wie gut wenn man es gleich merkt und nicht erst in der Probezeit. Beim Jeans kaufen geht man doch auch meist in mehrere Läden, ohne frustriert zu sein, wenn es nicht sofort im ersten Laden „klappt“. Man guckt ein bisschen rum, hat eine grobe Vorstellung, lässt sich inspirieren. Und irgendwann hat man die Richtige. Das macht mich zufrieden. Also bei Menschen, die plötzlich wieder das Gefühl haben am richtigen Platz zu sein noch mehr als beim Hosenkauf ;-)

Trotzdem habe ich mich seitdem intensiv mit dem Thema beschäftigt, viele erfolgreiche Bewerbungen mit Jobsuchern erstellt und kann Dir schnell helfen, auch eine handwerklich gute,  individuelle und ansprechende Bewerbung auf deutsch oder englisch zu erstellen. Es ist das eine, Klarheit über sich und seine Besonderheiten zu haben und es dann aber in Form einer Bewerbung wirklich für andere ersichtlich zu Papier zu bringen. So dass es zu DIR passt und Dich in einem authentisch-positiven Licht erscheinen lässt. Auch bei den Besonderheiten von Bewerbungen in den angelsächsischen Raum kann ich Dir zur Seite stehen. Manche brauchen auch nur ein bisschen Übung und Feedback beim Thema „Vorstellungsgespräch“. Auch das kann (und sollte!) man üben. Melde Dich einfach, wenn Du Bedarf hast, dann können wir klären, was Dir aktuell am besten hilft.

Bildquellen: Fotolia

 

„Jobsuche ist wie Partnerwahl. Es müssen Dich nicht alle toll finden. Der Richtige reicht.“

 

 

2 Kommentare Schreibe einen Kommentar

  1. Ich bin ja in der glücklichen Situation gut in Lohn und Brot zu sein.

    Aber wenn ich irgendwann mal eine Bewerbung schreiben müsste, dann nur mit deiner Unterstützung!

    Was ich besonders toll finde, ist dass dein Engagement so vollständig unentgeltlich ist!

    Es gibt nicht viele Menschen von deiner Art……leider……..aber umso schöner, dich kennen zu dürfen!

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