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Zuckerbergs Millarden

Was für eine Meldung. Familie Chan-Zuckerberg spendet in den nächsten Jahren 45 Mrd. USD. Das entspricht 99% ihres Vermögens. Anlass für diese Aktion: Die Geburt ihrer ersten Tochter. Während diejenigen, die sonst am aggressivsten „Umverteilung“  fordern, mit einem abfälligen „der hats ja“ reagieren und ätzen „die restlichen 450 Mio. werden wohl zum Leben reichen“, wittern die anderen einen Marketing-Trick (für was eigentlich?) oder ein simples Steuersparmodell.  Auch Anlass für viel Häme – er spendet ja gar nicht sofort, sondern über die nächste Jahre verteilt. HA! Gilt nicht! Der Tagesspiegel weiß daraufhin zu berichten: „Zuckerbergs Spende löst Kritik aus“. Die Kreativität mancher Menschen,  jede gute Meldung ins Negative zu ziehen, ist grenzenlos und in gewisser Weise faszinierend. Warum tun die das? Warum setzen sich „Good-News-Channel“ einfach nicht durch?

Ich habe den Brief der Eltern an ihr neugeborenes Mädchen Max (beim Namen hab ich nun doch ein kleines Fragezeichen?) mehrmals gelesen. Was soll ich sagen – ich bin begeistert. Habt Ihr es gelesen? Wirklich gelesen? Mich hat es tief berührt, wie sie sich genau das auf die Fahne schreiben, was mich dazu bewogen hat, Coach zu werden: Menschen dabei zu helfen, ihre Potentiale frei zu legen. Das genau ist es, was die Welt braucht: Freigelegte Stärken und Potentiale. Menschen, die sich ihrer Besonderheiten bewusst sind, UND diese leben und einsetzen.  (Ich glaube, die Idee dazu hat sich Herr Zuckerberg von meiner Facebook Seite geklaut, aber hey, is okay, echt! ;-))  Um das tun zu können, braucht es äußere Sicherheit, Gesundheit, Bildung. Das kann man in großen Teilen mit Geld herstellen. Ein Kind, das Hunger leidet, wird nicht sein volles Potential entfalten können. Dasselbe gilt für Gewalterfahrungen, Krankheit oder fehlender Sicherheit.

Seine Vision von „Internet für alle“ um damit individualisierten Unterricht zu jedem Kind zu bringen, für das eine Schule zu weit weg ist. Ist das nicht eine so „simple“ Lösung? Klingt das nicht absolut „machbar“? Die Hälfte der Menschheit hat bereits Zugang zu Internet. Pro 10 Menschen mehr entsteht statistisch ein Arbeitsplatz. Sollte es nicht viel schneller möglich sein, die zweite Hälfte der Menschheit ans Internet anzuschließen?

Eine weitere Sache ist mir beim Lesen wieder mal bewusst geworden: Wie gut es tut, wenn jemand in Lösungen spricht und denkt und schreibt, anstatt zum Milliardsten Male die Welt und alles was dort schief läuft anzuklagen. Wie ansteckend es ist, wenn jemand Visionen aufmalt. Mit Sicherheit wird nicht alles genauso funktionieren. Es Rückschläge geben. Aber am Stammtisch auf die da oben zu schimpfen, „funktioniert“ ja irgendwie auch nicht. Oder dumme Überschriften über positive Meldungen zu schreiben.

Keine Ahnung, ob deren Plan funktioniert. Aber wie schön, wenn Menschen noch Pläne und Visionen haben. Das sind für mich echte Vorbilder. Und ja, diese Menschen gibt es natürlich zuhauf auch im „Kleinen“ und ohne Medienrummel. Manchmal darf ich solche Menschen im Coaching begleiten. Das sind für mich die besten Momente. Wenn man helfen kann, aus Visionen Pläne zu machen. Ideen in die Welt zu bringen. Hast auch Du so eine Idee? Willst Du Ihr in der kommenden Woche ein bisschen Zeit einräumen? Was könnte ein erster Schritt sein? Wovon würdest Du gerne mehr in der Welt sehen? Ich wünsche Dir viel Freude und Erfolg dabei.

Anbei der Brief im Originalwortlaut.

Zuckerbergs Brief an neugeborene Tochter

 

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